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28. Festival Alte Musik Knechtsteden

Bild Konzert-Highlight

Visionäre Bach und Mendelssohn

20.-29. September 2019

 


Visionäre Bach und Mendelssohn: Eine persönliche Huldigung von Gründer Hermann Max im Festivaljahr 2019


Wie aus dem Nichts steigt die Silhouette der Basilika Knechtsteden aus der niederrheinischen Landschaftsidylle auf. Das Kloster Knechtsteden mit seinem romanischen Kirchenbau ist ein energetischer Ort. Seit fast 30 Jahren ist die Basilika Heimat und großartige Kulisse für das Festival Alte Musik Knechtsteden. Festivalgründer Hermann Max, einer der Väter der Historischen Aufführungspraxis in Deutschland, lässt jedes Jahr im September Originalklang-Raritäten im Festival Alte Musik Knechtsteden lebendig werden. Die künstlerische Qualität der Festivalproduktionen von internationalem Rang im Zusammenklang mit der Atmosphäre des Ortes macht das Festival zu einem Anziehungspunkt für Künstler und Musikfans. In Radiomitschnitten und CD-Produktionen strahlen diese musikalischen Preziosen weit über Knechtsteden hinaus.


Fast ein Vermächtnis ist das Thema des Festivals in diesem Jahr. Hermann Max widmet es der engen Beziehung, die das Werk Felix Mendelssohn-Bartholdys mit dem von Johann Sebastian Bachs verbindet. Beide Komponisten waren auf ihre Art Visionäre. Johann Sebastian Bach erfüllte den Kontrapunkt mit neuem Leben und löste die irdischen Schranken von Raum und Zeit auf. Felix Mendelssohn-Bartholdy wirkte als musikalischer Erneuerer, Konservatoriumsgründer, Vater der modernen Dirigierkunst und Exeget Bachs. Hermann Max macht sich des Mainstreams unverdächtig, wenn er im 28. Festival Alte Musik Knechtsteden vom 20. bis 29. September den beiden Komponisten der Superlative ganz persönlich huldigt und in elf Konzerten auch unbekannte Facetten und Hintergründe ausleuchtet. Neben den Festival-Klangkörpern Rheinische Kantorei und Kleines Konzert präsentieren sich prominente Gäste aus Deutschland und Europa. Mit dabei sind u.a. Kristian Bezuidenhout (Hammerklavier), Counter Kai Wessel, die Ensembles Tiburtina (Prag) oder das Duo Hesperi (London).

 

Alle Programminformationen unter www.knechtsteden.com , Kartenvorverkauf über www.koelnticket.de

 

Über das Festival Alte Musik Knechtsteden
Das Festival Alte Musik Knechtsteden wird seit 1992 von seinem Gründer Hermann Max künstlerisch geleitet und hat in den letzten 28 Jahren eine Vielzahl musikalischer Raritäten in Eigenproduktion hervorgebracht. Von den weit mehr als 200 Konzerten seit seiner Gründung wurden ca. 75 in Radiomitschnitten von WDR und Deutschlandfunk festgehalten und europaweit gesendet; mehr als 15 hauseigene Knechtstedener Produktionen unter der Leitung von Hermann Max wurden als Einspielungen auf CD veröffentlicht.

 

 


 
Programm

 

Freitag, 20. September 2019, 20 Uhr, Klosterbasilika Knechtsteden
Johann Sebastian Bach // H-Moll-Messe
Johann Sebastian Bach: h-Moll-Messe für Soli, Chor und Orchester, BWV 232
Veronika Winter – Sopran, Verena Gropper – Sopran, Margot Oitzinger – Alt, Tobias Hunger – Tenor, Felix Schwandtke  – Bass; Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Hermann Max – Leitung
45 / 39 / 32 / 25 / 15* €, erm. 38 / 31 / 25 /19 /10 * €, zzgl. VVK-Gebühr / *mit eingeschränkter Sicht

WERKSTATTGESPRÄCH H-MOLL-MESSE: Dr. Bernhard Schrammek (Berlin), Prof. Dr. Karl Böhmer (Mainz) und Dr. Christoph Vratz (Köln, Moderation) // Eintritt frei
Den Ruf des „größten Kunstwerks aller Zeiten und Völker“ wurde Bachs Opus Maximum schon früh zuteil. Zu einer katholischen Missa solemnis vervollständigte der zutiefst protestantische Bach seine Messe erst kurz vor seinem Tod. Bis heute steht es über den irdischen Schranken von Raum und Zeit.
Der Dirigent und Festivalmacher Hermann Max gehört zur Riege der Gründerväter der Historischen Aufführungspraxis in Deutschland. Er hat sein Werk immer wieder unbekannten Komponisten von Barock bis Romantik gewidmet und macht sich des Mainstreams unverdächtig, wenn er sein 28. Festival Alte Musik Knechtsteden am 20. September mit der der H-Moll-Messe eröffnet. „Visionäre Bach und Mendelssohn“ ist Titel und Programm der kommenden Festivalausgabe. Mit den festivaleigenen Klangkörpern Rheinische Kantorei und Kleines Konzert darf sich das Publikum auf ein ganz besonderes Konzerterlebnis in der romanischen Basilika des Klosters Knechtsteden freuen. Solisten des Eröffnungskonzerts sind Veronika Winter (Sopran), Verena Gropper (Sopran), Margot Oitzinger (Alt), Tobias Hunger (Tenor), und Felix Schwandtke (Bass).
Alle Proben für die H-Moll-Messe in der Kulturhalle Dormagen sind öffentlich, ein kostenloses Werkstattgespräch in der Kulturhalle am Freitag, 19. September, 15 Uhr mit wissenschaftlichen Gästen beantwortet Fragen rund um die Komposition, die 2015 von der UNESCO ins Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde.
Vor allen Abendmusiken in der Basilika ist ein „Bach-Menu“ nach historischer Vorlage beim benachbarten Klosterhof Knechtsteden buchbar.


Samstag, 21. September 2019,20 Uhr, Klosterbasilika Knechtsteden
JESU, MEINE FREUDE // BACHS NOTENSAMMLUNG

  • Johann Michael Bach: Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang; Nun hab ich überwunden
  • Johann Christoph Bach: Unsers Herzens Freude hat ein Ende; Mit Weinen hebt sich an; Ach, dass ich Wassers gnug hätte
  • Georg Muffat: Suite Sperantis Gaudia
  • Johann Christoph Bach: Lieber Herre Gott, wecke uns auf; Wie bist du denn, o Gott, in Zorn auf mich entbrannt; Herr, wende dich und sei mir gnädig
  • Johann Sebastian Bach: Ich lasse dich nicht; Jesu, meine Freude

Veronika Winter –  Sopran, Verena Gropper – Sopran, Anne Bierwirth – Alt, Niels Giebelhausen – Tenor, Felix Schwandtke – Bass; Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert , Edzard Burchards – Leitung
29 / 23 / 15 / 10* €, erm. 23/ 17 / 12 / 8* €, zzgl. VVK-Gebühr / *mit eingeschränkter Sicht
Riese auf den Schultern von Riesen: Was für die Wissenschaft zutrifft, trifft auf die Musik und die Musikerfamilie Bach schon lange zu. Das Chorkonzert „Jesu meine Freude“ im Festival Alte Musik Knechtsteden widmet sich den Wurzeln der Musikerdynastie Johann Sebastian Bachs, wie sie in seiner persönlichen Notensammlung Gestalt annimmt. Dazu gehören Werke von Bach-Onkel Johann Christoph wie das herzzerreißende Lamento „Ach, dass ich Wassers gnug hätte“ und Motetten seines jüngeren Bruders Johann Michael wie „Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang“, aber auch Instrumentalwerke wie Muffats Suite „Sperentis Gaudia“, die die französischen Einflüsse im Werk Johann Sebastians beleuchtet.
Dass das kostbare Familienarchiv über die Kriegswirren des 20. Jahrhunderts bewahrt werden konnte, war ein echter Krimi. Nach jahrzehntelanger Suche hat man das so genannte Altbachische Archiv wiedergefunden: in der Ukraine, im Staatsarchiv zu Kiew. Die Rheinische Kantorei und eine handverlesene Solistenriege (Veronika Winter –  Sopran, Verena Gropper – Sopran, Anne Bierwirth – Alt, Niels Giebelhausen – Tenor, Felix Schwandtke – Bass) werden geleitet von Edzard Burchards.
Vor allen Abendmusiken in der Basilika ist ein „Bach-Menu“ nach historischer Vorlage beim benachbarten Klosterhof Knechtsteden buchbar.Weitere Informationen unter www.knechtsteden.com .
Über das Festival Alte Musik Knechtsteden
Das Festival Alte Musik Knechtsteden wird seit 1992 von seinem Gründer Hermann Max künstlerisch geleitet und hat in den letzten 28 Jahren eine Vielzahl musikalischer Raritäten in Eigenproduktion hervorgebracht. Von den weit mehr als 200 Konzerten seit seiner Gründung wurden ca. 75 in Radiomitschnitten von WDR und Deutschlandfunk festgehalten und europaweit gesendet; mehr als 15 hauseigene Knechtstedener Produktionen unter der Leitung von Hermann Max wurden als Einspielungen auf CD veröffentlicht. •


 

Sonntag, 22.9.2019, 15 Uhr, Theaterscheune Knechtsteden (Kulturhof)
LANDPARTIE: EIN SOMMERNACHTSTRAUM

  • Henry Purcell: Suite aus The Fairy Queen (Bläserbearbeitung); Frost-Szene aus King Arthur Lieder und Folksongs von Dowland, Purcell u.a.

Kai Wessel Countertenor // MUFAFEM – Music for a French Mistress: Kristin Linde, Peter Frankenberg, Ulrike Neukamm Oboen & Flöten, Rhoda Patrick, Ilka Wagner Fagott, Stephan Rath, Sören Leupold Theorbe & Laute; Philipp Lamprecht Percussion
19 € , erm. 15 €, zzgl. VVK-Gebühr
19 € , erm. 15 €, zzgl. VVK-Gebühr
Ab 14 Uhr bietet der Klosterhof Knechtsteden Kaffee & Kuchen auf dem Gelände des Kulturhofs an.
Herrscherhochzeit und Elfentanz, Verwechslungskomödie und Handwerkerposse: Das Shakespeare-Thema des Sommernachtstraums inspiriert viele Komponisten. Henry Purcell machte aus dem märchenhaften Stoff in seiner Fairy Queen eine gigantische Revue. Die mitreißenden Melodien avancierten schnell zu Hits, die in Londons Straßen und Gassen erklangen. Bläserbearbeitungen berühmter Stücke waren beliebt, sogenannte town waits, städtische Musiker, geben auf Oboeninstrumenten und Posaunen die neuesten Schlager der Londoner Opern in den quirligen Gassen zum Besten. Die Knechtstedener Landpartie lässt diese kunstreichen Gassenhauer und das frühbarocke Flair des Straßentheaters einer ganzen Bläser-Band und Laune machender Percussion aufleben. Nicht weniger fantastisch, dafür viel intimer geht es in Arien Liedern von Dowland und Purcell zu, wenn Countertenor Kai Wessel lunare Schönheiten besingt und in Folksongs den Irrgarten der Gefühle durchschreitet. Zum musikalischen Ausflug aufs Land gibt es köstlichen Kaffee & Kuchen vom Klosterhof Knechtsteden.

 


Sonntag, 22. September 2019, 20 Uhr, Klosterbasilika Knechtsteden
GREGORIANISCHE NACHT // MENDELSSOHN IN ROM – KARFREITAG 1831
Gregorianische Gesänge zur Karwoche -  mittelalterliche Mehrstimmigkeit
Gregorio Allegri - Miserere mei
Vox Werdensis, Stefan Klöckner – Leitung
Dominik Schneider, Portativ
Solistenensemble der Rheinischen Kantorei, Hermann Max – Leitung
23 / 18 / 10* €, erm. 18 / 13 / 8* €, zzgl. VVK-Gebühr / *mit eingeschränkter Sicht

Über Jahrhunderte gehörte die die reich verzierte Vertonung des 51. Psalms von Gregorio Allegri zu den bestgehüteten Musik-Geheimnissen des Vatikans. Die Weitergabe an Dritte stand unter strengster Strafandrohung. Der junge Mendelssohn hörte das Stück bei einem Rom-Aufenthalt auf seiner „Grand Tour“ durch Europa. Er schrieb es später aus dem Gedächtnis auf und beschrieb die ergreifenden Lamentationes in der Sixtinischen Kapelle und die unvergleichliche Aura der jahrhundertealten Liturgie. Nach langen Bußgebeten und Psalmengesang erlöschen alle Kerzen, der Papst und der gesamte hohe Klerus fallen auf die Knie und beten ein stilles Vaterunser, worauf dann in der rituellen Finsternis, von der Höhe der Kuppel herab, das Miserere einsetzt. Seine Fassung wird in der Knechtstedener Gregorianischen Nacht zu hören sein. Die romanische Klosterbasilika Knechtsteden lässt die Monodien des Vokalensembles Vox Werdensis in leuchtendem Klang magisch erstrahlen.
Vor allen Abendmusiken in der Basilika ist ein „Bach-Menu“ nach historischer Vorlage beim benachbarten Klosterhof Knechtsteden buchbar.

 

Montag, 23. September 2019, 20 Uhr, Klosterbasilika Knechtsteden
ROMANISCHE NACHT // DIAPHONIA – DIE GEBURT DER MEHRSTIMMIGKEIT
Gregorianischer Choral; Gesänge der Notre-Dame-Schule
Organa und Conductus aus der Zeit um 1200
Tiburtina Ensemble Prag
23 / 18 / 10* €, erm. 18 / 13 / 8* €, zzgl. VVK-Gebühr / *mit eingeschränkter Sicht

Einer Legende nach war es einst der Heilige Geist, der Papst Gregor I. in Form einer Taube den himmlischen Gesang ins Ohr diktiert haben soll. Grund genug, dass der nach ihm benannte gregorianische Choral über 300 Jahre aus Respekt vor Gott nahezu unverändert bleibt. Doch dann setzt Ende des 9. Jahrhundert eine Entwicklung ein, die später in den kontrapunktischen Meisterwerken Johann Sebastian Bachs ihren Höhepunkt findet: die Polyphonie.
Zusammen mit den lupenreinen Frauenstimmen des Prager Tiburtina Ensembles gehen wir zurück zu den Wurzeln der frühen Mehrstimmigkeit nach Paris. Die Stadt war schon damals mit 100.000 Einwohnern die größte Kapitale der bekannten Welt. Hier, an der zwischen 1160 und 1250 erbauten Stadtkirche Notre-Dame de Paris, wirken zwei erstmals auch namentlich bekannte Komponisten, Leonin und Perotin. Die beinahe revolutionäre Kühnheit, mit der die beiden Magister die gregorianischen Melodien bearbeiten, findet ihre Parallele in der filigranen Baukunst jener Jahrhunderte. Ein ideales Programm für die Klosterbasilika Knechtsteden, die diese musikalische Zeitenwende in ihrer romanisch-gotischen Architektur verkörpert.
Das Ensemble Tiburtina tritt mit verschiedenen, namhaften Besetzungen auf. Sie widmen sich nicht nur der eigenen Interpretationen mittelalterlicher Musik, sondern sind auch mit internationalen Originalklang-Ensembles wie Collegium 1704, Collegium Marianum, Musica Florea, Ensemble Inégal, Hofmusici, Doulce Memoire, Collegium Vocale Gent, Bach Collegium Japan etc. zu hören.
Vor allen Abendmusiken in der Basilika ist ein „Bach-Menu“ nach historischer Vorlage beim benachbarten Klosterhof Knechtsteden buchbar.

 

Mittwoch, 25. September 2019, 19.30 Uhr, Christuskirche Dormagen
MENDELSSOHNS ORGELWERKE // HUMBOLDT-KANTATE

  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Begrüßung - Humboldt-Kantate (für Männerstimmen und Orgel)
  • Johann Sebastian Bach: Passacaglia c-Moll; Choralvorspiel Das alte Jahr vergangen ist
  • Robert Schumann: Fuge über den Namen BACH
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Passacaglia c-Moll; Orgelsonate d-Moll; Orgelsonate f-Moll

Beate Rux-Voss – Orgel; Camerata Musica Limburg, Karl-Heinz Göttert , Andreas Frese, Hermann Max – Gesprächspartner, Bernd Heyder  – Moderation
After Work Empfang ab 18 Uhr, Karten 19 €, erm. 15 € inkl. Empfang / zzgl. VVK-Gebühr
Das After-Work-Konzert des Festivals nimmt sich Zeit, um Mendelssohns Leben in Musik und Gesprächen nachzuzeichnen - und kulinarisch anzuknüpfen an die freundschaftliche Gastlichkeit, von der Mendelssohn aus einem frühen Sommerurlaub erzählt.
„Viel Pedal geübt beim Schlemmer, der ein Clavierchen mit Pedal bei sich hat und mir dazu jedesmal Bier und Käse gibt.“ Die Orgelsonaten im Programm lassen uns an seinen sommerlichen Übungen und dem unverhofften Glück teilhaben, aus dem Besitz seines Kapellmeister-Freund Guhr („wir vertragen uns wie die Kaninchen“) einen echten Bach-Autographen auswählen zu dürfen. Die Entscheidung fällt schwer: „… Ich hab viel größere Lust zu den Orgelvorspielen, weil sie mit dem ‚alten Jahr‘ anfangen und weil die Passecaille schon gedruckt ist“. In der Christuskirche muss nicht ausgewählt werden – hier ist beides zu hören.
Eine Rarität des Abends ist ein Frühwerk aus dem Jahr 1826, als Humboldt 600 europäische Wissenschaftler zu einer Konferenz nach Berlin einlud und für die Begrüßungszeremonie den 19jährigen Mendelssohn beauftragte. So entstand die „Humboldt“-Kantate für Männerchor, die Mendelssohn zu früher Bekanntheit verhalf.
Später, als weltberühmter Organist und Dirigent, gab Mendelssohn 1840 in Leipzig ein Orgelkonzert. Unter den Gästen: Robert Schumann, dem wir im Programm mit der Organistin Beate Rux-Voss begegnen dürfen. Mit den Konzerteinnahmen finanzierte Mendelssohn den Grundstock für das erste Bach-Denkmal überhaupt. Visionär ist seine Gründung des Konservatoriums in Leipzig, der ersten Ausbildungsstätte für professionelle Musiker.


Donnerstag, 26. September 2019, 20 Uhr, Kreismuseum Zons
FROM COUNTERPOINT TO CALEDONIA

  • Johann Sebastian Bach: TriosonatenNr. 1 + 5, Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier
  • James Oswald: Airs for the Seasons (Auswahl)
  • Georg Friedrich Händel: Sonata in C-Dur, Nr. 3, HWV 365   
  • John Reid: Solo II (A Second Sett of Six Solos)
  • Carl Philipp Emnuel Bach: Sonata Wq 132 für Flöte
  • William McGibbon: A Collection of Scots Tunes

Ensemble Hesperi: Mary-Jannet LeithBlockflöte, Thomas AlleryCembalo
19 €, erm. 15 € inkl. Pausenempfang / zzgl. VVK-Gebühr

Kammermusik oder Volksmusik, Kontrapunkt oder Schottische Weisen: Das junge Londoner Duo Hesperi schafft es, beides zu verbinden. Werke schottischer Komponisten des 18. Jahrhunderts wie William McGibbon und Francesco Barsanti nutzten die schönen traditionellen schottischen Volkslieder und Tanz-Rhythmen in Verbindung mit der populären Kunstmusik ihrer Zeit - also der Musik im italienischen Stil des Hochbarock. Hier treffen wir bekannte schottische Melodien wieder, denen sie (mit unterschiedlichem Erfolg) einen Generalbass unterlegen. Andere, wie etwa John Reid, komponierten barocke Sonaten, die an flotte schottische Jigs und mitreißende Reels (Tänze) erinnern. Ein besonderes Glanzstück dieses Repertoires sind James Oswalds Airs for the Seasons – Sammlungen von Miniaturen, die, nach Blumen und Pflanzen benannt, in Oswalds Londoner Geschäft reißenden Absatz fanden. Ein unterhaltsamer Abend im Kreismuseum Zons mit Knechtstedener Gastfreundschaft und Geselligkeit.

 

Freitag, 28. September 2019, 20.30 Uhr, Friedrich-Spee-Saal, Knechtsteden
LOVESONGS
Lieder von Felix Mendelssohn, Fanny Hensel, Robert Schumann, u.a.
Elena Harsányi – Sopran, Konstantin Paganetti – Bariton, Toni Ming Geiger – Klavier
SchülerInnen des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden
Valerij Lisac – Visuals

19 €, erm. 15 € zzgl. VVK-Gebühr

Lovesongs: Schon immer wurden Komponisten von der Liebe beflügelt. Die Lieder von Felix Mendelssohn und seiner Schwester Fanny Hensel sind ein Spiegel der Liebe in all ihren Facetten. Sprache und Melodien mögen sich der Mode angepasst haben – die besungenen Empfindungen sind immer gegenwärtig. Elena Harsányi, Konstantin Paganetti und Toni Ming Geiger gehören zur jüngsten Generation aufregender Musiker, die sich mit viel Leidenschaft und spannenden Konzepten dem Liederkosmos verschrieben haben. Eine ideale Besetzung, um romantische Poesie in eine multimediale Gegenwart zu übersetzen. Visuals in Projektionen von Valerij Lisac in Zusammenarbeit mit SchülerInnen des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden tragen die Hochromantik ins Hier und Heute – zusammen mit O-Tönen und Stories von der großen Liebe, Version 2019.  

 

Samstag, 28. September 2019, 20 Uhr, Klosterbasilika Knechtsteden (Altarraum)
CLAVIERCONCERT // BACH & MENDELSSOHN
Felix Mendelssohn: Fantasie fis-Moll, Op.28,3; Kinderstücke, Op. 72,6
Sechs Präludien und Fugen, Op. 35 (Auswahl); Lieder ohne Worte (Auswahl)
Johann Sebastian Bach:  Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll, BWV 903; Partita I B-Dur, BWV 825; Toccata g-Moll, BWV 915; Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Clavier I & II (Auswahl)
Johann Nepomuk Schelble / Johann Sebastian Bach:
Das alte Jahr vergangen ist, O Mensch, bewein dein Sünde groß (Bearbeitung für Klavier zu vier Händen)
Elina Albach – Cembalo ; Kristian Bezuidenhout – Hammerklavier
25 / 20 €,  erm. 20 / 15 € zzgl. VVK-Gebühr

Wie spielte Felix Mendelssohn Klavier? Dieses Virtuosen-Programm im Altarraum in der Knechtstedener Basilika führt Bach und Mendelssohn auf der Tastatur zueinander. Spannend erzählt es von Stilen, Marotten und Moden über die Zeit hinweg. Die Tastenvirtuosen Elina Albach am Cembalo und Kristin Bezuidenhout an einem originalen Érard-Flügel - Mendelssohns Lieblings-Instrument – liefern direkte Vergleiche.
Es ist Bachs Chromatische Fantasie und Fuge, bei der sich Mendelssohn freimütig als wahrer Romantiker outet: “Ich erlaube mir nämlich die Freiheit sie mit allen möglichen Crescendos und pianos und ff’s zu machen, Pedal versteht sich, dazu die Baßnoten zu verdoppeln, ferner die kleinen durchgehenden Noten am Anfang des Arpeggios zu markiren, ebenso die Melodie-Noten wie es gerade kommt und dann thun die Harmoniefolgen auf den dicken neuern Flügeln prächtig wohl“. Bloß keine Langeweile!
Zum Programm gehört natürlich auch das Wohltemperierte Clavier. Die enormen spieltechnischen Anforderungen faszinieren damals alle berühmten Virtuosen. 1840 schreibt Clara Schumann ihrem Mann: Seit ich die Cis moll Fuge (WK, Teil 1) neulich von Mendelssohn gehört, ist mir ein neues Licht aufgegangen, wie sie müssen gespielt werden.“  - In vielen seiner eigenen Klavierwerke wie den Liedern ohne Worte und den Kinderstücken öffnet Mendelssohn Spielern neue Türen. In der D-Dur-Fuge Aus Sechs Präludien und Fugen huldigt er Bach. Weil nicht viele Zugang zu einer Orgel haben, bearbeitet sein Freund Schelble einige Choralvorspiele für Klavier zu vier Händen – spielbar sogar für Laien.
Vor allen Abendmusiken in der Basilika ist ein „Bach-Menu“ nach historischer Vorlage beim benachbarten Klosterhof Knechtsteden buchbar.


Sonntag, 29. September 2019, 20 Uhr, Klosterbasilika Knechtsteden
MENDELSSOHN // PAULUS
Felix Mendelssohn Bartholdy: Paulus
Oratorium nach Worten der Heiligen Schrift für Soli, Chor und Orchester
Veronika Winter – Sopran, Markus Schäfer – Tenor, Matthias Vieweg – Bass
Harvestehuder Kammerchor (Edzard Burchards)
Das Kleine Konzert, Hermann Max – Leitung

45/ 39 / 32 / 25 / 15* €, erm. 38 / 31 / 25/ 19 / 10* €, zzgl. VVK-Gebühr / *mit eingeschränkter Sicht
Große Oper: Atemberaubend und bühnenreif ist die Lebensgeschichte des grausamen Saulus, der schließlich zum empathischen Paulus wird. Der Stoff ist die Vorlage für Felix Mendelssohn-Batholdys opernhaftes Jugendwerk „Paulus“, das zum Abschluss in der Knechtstedener Basilika mit dem Harvestehuder Kammerchor und dem Kleinen Konzert und der Leitung von Hermann Max erklingt.
Mit der Düsseldorfer Uraufführung seines ersten Oratoriums 1836 feierte Mendelssohn – weitab von Bach’scher Aufführungspraxis - eine Besetzungsorgie mit 172 Instrumentalisten und 356 SängerInnen, darunter Schwester Fanny. So katapultierte er sich mit dieser denkwürdigen Aufführung an die Spitze der romantischen Musikwelt Europas. Schon im Jahr darauf wurde die englische Fassung in Birmingham aufgeführt.
In seiner unverwechselbaren Musiksprache nutzt Mendelssohn im „Paulus“ immer wieder die Gelegenheit, um seinem Idol Johann Sebastian Bach in leicht veränderten Motiven aus der Matthäus-Passion zu huldigen. So vereint Hermann Max die „Visionäre“ Bach und Mendelssohn zum Abschluss des Festivals hörbar. Solisten des Abschlusskonzerts sind Veronika Winter – Sopran, Markus Schäfer – Tenor, und Matthias Vieweg – Bass
Vor allen Abendmusiken in der Basilika ist ein „Bach-Menu“ nach historischer Vorlage beim benachbarten Klosterhof Knechtsteden buchbar.

 
Kartenvorverkauf

 

www.koelnticket.de, Tel. 0221-2801

Dormagen (Tel.: 0 21 33 – 47 00 14, www.citybuch.net) und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen im gesamten Bundesgebiet

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