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Der Versuch, aus einem gewaltigen Umfang grandioser Komponisten und Werke eine kleine Auswahl zu treffen.

Über Kritik und Anregungen freuen wir uns!

 

Tomaso Giovanni Albinoni (1671–1751)

Albinoni hat sich vor allem mit der Instrumentalmusik und den Kantaten gewidmet. Wahrscheinlich verwendete er als erster Komponist konsequent die dreisätzige Form. Besonders empfohlen werden die Konzerte aus op. 7 und 9 für Oboe. Das Werk, für das er am bekanntesten wurde, das „Adagio“ in g-Moll für Streicher und Orgel, wird ihm fälschlicherweise zugeschrieben, beruht aber wahrscheinlich auf Fragmenten seines Schaffens (der Basslinie).

 

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Das kompositorische Werk des Orgel- und Klaviervirtuosen umfasst mit Ausnahme der Oper alle damals gebräuchlichen Musikgattungen. Zusammen mit Telemann (mit dem er Kontakt pflegte) und Händel führte er die Musik des Barocks zu Ihrem Höhepunkt und Ende. Hier eine Auswahl des sehr empfehlenswerten, umfangreichen Oeuvres:
BWV 80: Ein feste Burg ist unser Gott (Kantate)
BWV 106: Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Actus tragicus)
BWV 147: Herz und Mund und Tat und Leben (Kantate)
BWV 248: Weihnachts-Oratorium (aus sechs Kantaten)
BWV 525–530: Triosonaten (Orgel)
BWV 564–566: Toccatas (Orgel)

BWV 846–893: Das Wohltemperierte Klavier
BWV 988: Goldberg-Variationen (aus Clavierübung Teil IV)
BWV 1001–1006: Sonaten und Partiten für Violine solo BWV 1007–1012: Suiten für Violoncello solo
BWV 1046–1051: Brandenburgische Konzerte
BWV 1066–1071: Orchestersuiten
CD-Cover BWV 244: Matthäus-Passion

Magdalena Kozena / Paul McCreesh / Gabrieli Consort, Mark Padmore
erschienen bei: ARCHIV Produktion / DGG (Deutsche Grammophon)
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CD-Cover BWV 1041–1043: Violinkonzerte

Benjamin Schmid / Clara Dent /Collegium Mozarteum Salzburg
erschienen bei: OEHMS Classic
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CD-Cover BWV 1080: Kunst der Fuge

Robert Hill (Cembalo), Edition Bachakademie Vol. 134
erschienen bei: hänssler edition
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CD-Cover Johann Sebastian Bach – Das Wohltemperierte Klavier 2

Richard Egarr, Cembalo
erschienen bei: OPUS ARTE
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CD-Cover Goldberg-Variationen BWV 988

Andreas Staier, Cembalo
erschienen bei: HMF
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Dietrich (Dieterich) Buxtehude (1637–1707)

Der aus Dänemark stammende und in Lübeck tätige Organist und Komponist hinterließ ein umfangreiches Werk an Triosonaten und Kompositionen für Tasteninstrumente. Zudem schuf er oratorienartige „Abendmusiken“ sowie für den Gottesdienst bestimmte Kantaten. Besonders empfohlen werden:

CD-Cover Geistliche Kantaten

Cantus Coelln, Konrad Junghänel;
erschienen bei: harmonia mundi
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CD-Cover BuxWV 75: Membra Jesu nostri (Passionszyklus)

Cantus Cölln, Konrad Junghänel
erschienen bei: harmonia mundi
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CD-Cover BuXWV 252–265: Triosonaten Op. 1 und 2

Holloway / Ter Linden / Mortensen
erschienen bei: NAXOS
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CD-Cover Dieterich Buxtehude – Opera Omnia XII (Kammermusik 1)

Mitglieder des Amsterdam Baroque Orchestra, Ton Koopman
erschienen bei: Challenge

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Arcangelo Corelli (1653–1713)

Einer der bekanntesten Geiger und Komponisten seiner Zeit, er schuf (im Gegensatz zu den meisten seiner Kollegen) ausschließlich Instrumentalmusik (Orchester- und Kammermusik). Selbst auf Bach und Händel übte er einen großen Einfluss aus – man bewunderte seine harmonische Raffinesse und seinen brillanten Stil. Neben vielen schönen Triosonaten sind vor allem die zwölf „Concerti grossi“ (op. 6) beliebt – davon besonders das „Weihnachtskonzert“ in g-Moll (Nr. 8) sowie die Sonate für Violine und Cembalo „Follia“ (op. 5, Nr. 12).

CD-Cover Arcangelo Corelli – Blocklötenkonzerte Nr. 4, 7,8, 10, op. 5

Maurice Steger (Blockflöte),The English Concert, Laurence Cummings
erschienen bei: HMC
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François Couperin (1668–1733)

Der Spross einer wohlbekannten französischen Musikerfamilie war als Holkomponist Ludwigs XIV. tätig. Hauptsächlich widmete er sich dem Cembalo und komponierte über 200 reich verzierte Werke, die er zu 27 Suiten zusammenfasste. Außerdem schuf er Motetten und Messen sowie Triosonaten. Eines seiner bekannten Werke sind die stimmungsvollen „Leçons de Ténèbres“.

CD-Cover Pieces de clavecin („Tic, Toc, Choc“)

Alexandre Tharaud
erschienen bei: harmonia mundi
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Georg Friedrich Händel (1685–1759)

Man könnte ihn auch nach heutigen Maßstäben noch als einen wahrhaft polyglotten Menschen betrachten, desses Lebensweg von Sachsen über Hamburg nach Italien führte (wo er u.a. auf Corelli traf) und später über Hannover nach London. Dort verbrachte er die letzten vier Jahrzehnte und nahm die englische Staatsbürgerschaft an. Neben vielen schönen instrumentalen Kompositionen für Orchester und Kammermusik gelten doch die 46 Opern (in italienischer) und 25 Oratorien (zumeist in englischer Sprache) zu seinem Hauptwerk. Einen guten Einstieg ermöglichen die unten aufgeführt Arien-CDs, auf den Arien verschiedener Werke zusammen eingespielt wurden:
HWV 7a/b: Rinaldo (Oper)
HWV 56: Messiah (Oratorium)
HWV 351: Feuerwerksmusik (Konzert)
HWV: 360, 362, 365, 367, 369, 375, 377: Trisonaten für Blockföte (Kammerkonzert)

CD-Cover Ah! mio cor (Arien)

Magdalena Kozena / Venice Baroque Orchestra, Andrea Marcon
erschienen bei: ARCHIV Produktion / DGG (Deutsche Grammophon)
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CD-Cover HWV 53: Saul (Oratorium)

Joshua / Bell / Zazzo / Ovenden / Saks/ Slattery / RIAS Kammerchor / Concerto Köln, Rene Jacobs
erschienen bei: harmonia mundi
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CD-Cover HWV 289–294: Orgelkonzerte Nr. 1–6, op. 4

The Academy of Ancient Music / Richard Egarr
erschienen bei: harmonia mundi
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CD-Cover Flötensonaten HWV 374-376

J. Winne (Flöte), M. Testori (Cello), L. Ghielmi (Cembalo)
erschienen bei: EPR
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Johann Pachelbel (1653–1706)

Er zählt zu den bedeutendsten europäischen Komponisten des 17. Jahrhunderts für Kammermusik und Werke für Tasteninstrumente. Dazu zählen u.a. freie Orgelwerke (Toccaten, Ciacconen, Fantasien und Fugen), Choralbearbeitungen sowie Triosonaten. Besonders hingewiesen werden sollte auf seine Magnifikat-Fugen sowie Kanon und Gigue in D-Dur (Kammermusik).

 

Henry Purcell (1659–1695)

Mit gerade 36 Jahren verschied der zu den bedeutendsten englischen Komponisten zählende Organist und Tonsetzer. Er schuf neben weltlichen Liedern und Anthems auch eine große Anzahl (zum Teil dramatischer) Opern. Besonders bekannt ist seine erste (recht kurze) Oper „Dido und Aeneas“ sowie die auf Shakespeares „Sommernachtstraum“ basierende Semioper „The Fairy Queen“. Zudem zählen zu seinen Meisterwerken das „Te Deum“ (das erste englische mit Orchesterbegleitung) und „Jubilate“.

CD-Cover The Fairy Queen (2 DVDs i)

Orchestra of the Age of Enlightenment, Williams Christie
erschienen bei: OpusArte / Mitschnitt aus dem Glyndebourne Opera House
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Jean-Baptiste Lully (1632–1687)

Am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. stieg er zu einem der wichtigsten Komponisten der französischen Musikgeschichte auf. Mit seiner neuen Orchesterdisziplin prägte er den französischen Stil maßgeblich und entwickelte ihn weiter. Damit nahm er großen Einfluss auf die europäische Musik. Zu seinem umfangreichen Schaffen zählen weltliche Vokal-, Instrumental- sowie Bühnenwerke. Hingewiesen werden sollte auf „Le Bourgeois Gentilhomme“ (Ballett) und „Archimède“ (Oper).

 

Claudio Monteverdi (1567–1643)

Als neue musikalische Form führte der Komponist die von den Florentinern kurz vor 1600 entwickelte Oper zu ihrem ersten Höhepunkt. Insgesamt komponierte er mindestens 18 Opern – aber nur „L’Orfeo“ (die bekannteste), „L’Incoronazione di Poppea“, „Il ritorno d'Ulisse in patria“ und die Arie „Lamento“ aus seiner zweiten Oper „L’Arianna“ blieben erhalten (wikipedia). Des Weiteren wird empfohlen: „Vespro della beata vergine“ (Marienvesper).

 

Jean-Philippe Rameau (1683–1764)

Bei dem auch als Organist und als einfussreicher Musiktheoretiker tätigen Komponisten. Im Vergleich zur Kammermusik (z.B. die „Pièces de clavecin“ sowie Einzelsätze für Cembalo) machen die dramatischen Werke einen relativ großen Teil des Schaffens aus. So schuf er einige Tragödien (z.B. „Hippolyte et Aricie“), heroische Komödien, aber auch Ballettopern. Seine reich verzierten Werke führten den Rokokostil zu seinem Höhepunkt. Besonders empfohlen werden:

CD-Cover Dardanus (Tragödie)

Ainsley, Gens, Naouri, Delunsch, Smythe, Courtis, Kozana, Masset / Les Musiciens du Louvre, Minkowski
erschienen bei: ARCHIV Produktion / DGG (Deutsche Grammophon)
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CD-Cover Pieces De Clavecin – Cinq Pieces, La Dauphine (Cembalo)

Alan Cuckston
erschienen bei: NAXOS
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CD-Cover Nouvelles Suites

Alexandre Tharaud

erschienen bei: harmonia mundi
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Domenico Scarlatti (1685–1757)

Der Sohn des sehr bekannten Komponisten Alessandro Scarlatti und Bruder von Pietro Filippo Scarlatti führte seine ersten Opern bereits mit 18 Jahren auf. Sein weiterer Lebensweg führte ihn jedoch als Hofkapellmeister an den Hof von Madrid, wo er sich aber fast ausschließlich dem Cembalo widmete. Die beachtlichen 555 Sonaten wurden als Gesamtaufnahme von Pieter-Jan Belder eingespielt. Mit seinem innovative Umgang mit Harmonien ist er dabei seiner Zeit voraus. Besonders empfohlen werden die Sonaten in A-Dur, K 181 und 182 sowie aus seinem frühen Werk das „Stabat Mater“ und das sechssätzige Stück „Salve Regina“ für Sopran, Streicher und Basso Continuo.

 

Heinrich Schütz (1585–1672)

Der als bedeutendster deutscher Komponist des Frühbarocks geltende Organist und Tonsetzer schuf vom italienischen Stil her beeinflusste sakrale Vokalmusik zu deutschen geistlichen Texten (u.a. von Martin Luther inspiriert) sowie weltliche Stücke (als Hofkapellmeister in Dresden) für wichtige Anlässe wie Hoffeste oder zu politischen Ereignissen.

 

Georg Philipp Telemann (1681–1767)

Mit über 3.600 verzeichneten Werken (davon alleine etwa 1.750 Kirchenkantaten, 16 Messen, 40 Passionen, 6 Oratorien) ist es kaum möglich eine AuswahlMit über 3.600 verzeichneten Werken (davon alleine etwa 1.750 Kirchenkantaten, 16 Messen, 40 Passionen, 6 Oratorien) ist es kaum möglich, eine Auswahl an Stücken des produktivsten Komponisten der Barockzeit zu treffen, zumal Instrumentalwerke wie die „Tafelmusik“, „Pariser Quartette“, Oboenkonzerte und Ouvertüren alleine schon mehrere CDs umfassen. Für weitere Informationen bietet die freie Enzyklopädie „wikipedia“ einen guten Überblick sowie weitere nützliche Links. Dennoch möchten wir CDs empfehlen, die einen guten Einstieg ermöglichen:

CD-Cover Compilation mit: Die Dirne / Tafelmusik 1 / Concerti

Stradivaria, Daniel Cuiller
erschienen bei: Mirare
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CD-Cover Tafelmusik (Gesamtaufnahmen)

Freiburger Barockorchester, P. Muellejans, G. von der Goltz
erschienen bei: HMF

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Antonio Vivaldi (1678–1741)

Mit fast 500 Konzerten zählt er zu den produktivsten Barock-komponisten und galt als berühmtester Tonsetzer seiner Zeit und zugleich als virtuoser Violinist. Man mag sich ein eigenes Bild davon machen, wie einzigartig die Kompositionen bei der großen Anzahl sind (und vielleicht doch einiges ähnlich klingt?). Zudem schuf er mehrere Opern, geistliche Vokalwerke (z.B. sein bekanntes „Gloria“). Besonders geschätzt wird sein Konzert „Die vier Jahreszeiten“, so sehr, dass es einem regelmäßig in der Fußgängerzone, vielfach in TV-Spots und -Sendungen oder auch als Klingelton-Zitat begegnet.

CD-Cover Antonio Vivaldi / Jean-Féry Rebel – Le quattro stagioni

Midori Seiler, Violine – Akademie für Alte Musik Berlin
erschienen bei: HMF
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Hörbücher vom „Klassikladen“

In lebendiger Dialogform und mit vielen Musikbeispielen wird die Entwicklungen in den einzelnen Epochen dargestellt. Die insgesamt acht Hörbücher von Ingrid Moll, Christine Gehringer sind als MP3-Dateien herunterladbar.

 

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