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Eine Oper in Bewegung
Mit der Spielzeit 2011/2012 geht die Oper Köln mit vier externen Spielstätten und dem Opernhaus in eine zweite „Unterwegs“-Phase. Wie in der ersten Saison mit unterschiedlichsten Spielstätten ist es das Ziel, mit viel Kreativität und unter gleichzeitiger Wahrung der künstlerischen Qualität dem Publikum besondere Opernerlebnisse zu bieten.
Download des Programms (5,4 MB):
Neue Spielstätte der Oper Köln wird das Oberlandesgericht am Reichenspergerplatz. Uwe Eric Laufenberg inszeniert hier „La Clemenza di Tito“ von W.A. Mozart im Oktober im prächtigen Hauptreppenhaus des historischen Gerichtsgebäudes – ein passender Ort für das intrigante Treiben von Vitellia und Sesto und dem milden Urteil des Herrschers. Ob Milde Antwort auf den Terror ist, diese Frage findet hier ihren sinnfälligen Rahmen. Die musikalische Leitung hat Konrad Junghänel.
Die zweite neue Spielstätte – die Oper am Dom – wird zum Ausklang der Spielzeit mit Puccinis „Tosca“ erstmals bespielt. Das ehemalige Musicalzelt wird damit bereits für die darauffolgende Saison als Hauptquartier der Oper Köln gerüstet und „erprobt“. Die musikalische Leitung übernimmt Markus Stenz, Takesha Meshé Kizart die Hauptrolle. An drei Terminen wird Anja Harteros erstmals in der Rolle der Tosca zu hören sein.
Darüber hinaus dient das erfolgreich erprobte Palladium auch in der nächsten Spielzeit als Ausweichspielstätte gleich für mehrere Produktionen. Hier wird die Premiere von Giuseppe Verdis Requiem am Ende Oktober in einer szenischen Fassung einen weiteren Höhepunkt der Spielzeit darstellen, sowie auch Bernd Mottls Neuinszenierung von „Il ritorno d´Ulisse in Patria“ von Claudio Monteverdi unter der Leitung von Konrad Junghänel, eine Fortsetzung des in der Spielzeit 2010/2011 erfolgreich begonnenen Monteverdi-Zyklus. Dessen Beginn ist mit „L´Incoronazione di Poppea“ von Claudio Monteverdi noch einmal zu erleben, die aus baulichen Gründen vom Gerling-Quartier in das Palladium verlegt werden muss. Georg Friedrich Händels „Alcina“ bildet im Palladium den Schlusspunkt der Spielzeit; Peter Neumann dirigiert erstmals an der Kölner Oper. Im Palladium wird darüber hinaus die gefeierte Kölner Inszenierung „Die Csardasfürstin“ mit Ursli Pfister alias Christoph Marti in der Hauptrolle wiederaufgenommen.
An einer Uraufführung wird noch gearbeitet: „Das Lied der Frauen vom Fluss“ nach einer Idee und Konzeption von Carlus Padrissa (La Fura dels Baus). Diese Produktion soll im Inneren seines Schiffs „Naumon“ stattfinden, welches eigens für dieses Ereignis in Köln vor Anker gehen soll. Das Team um Carlos Padrissa erarbeitet zur Zeit die szenische Präsentation der Uraufführung der „Sonntag“ aus „Licht“ von Karlheinz Stockhausen im Staatenhaus am Rheinpark.
Die Kinderoper hat sich an ihrem externen Spielort, dem Alten Pfandhaus in der Kölner Südstadt, mit erfreulichem Zuspruch weiter etabliert. Für die Saison 2011/2012 sind zwei Premieren und vier Wiederaufnahmen vorgesehen, darunter eine ganz besondere Neuheit: Die Jugendoper „Border“, die im Palladium auf der Bühne 2 ihre Uraufführung erleben wird. Das Werk kreist um Motive der griechischen Tragödie „Die Kinder des Herakles“ von Euripides und wird komponiert von Ludger Vollmer. Singende Jugendliche sollen aktiv an der Produktion teilnehmen. Mit einer Jugendoper erweitert die Oper Köln ihr Programm für junge Menschen erstmals für neue Altersgruppen.
Vier hochkarätige Tanzgastspiele setzen die erfolgreiche Tanzreihe im Opernhaus fort. Ein Höhepunkt gleich zum Einstieg in die Spielzeit ist etwa der Tanzabend „Körper“ von Sasha Waltz am 6. und 7. Oktober.
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